Der zweite Schritt zu einer neuen Sicherheitspolitik im Strassenverkehr
Jährlich sterben auf Schweizer Strassen rund 400 Personen; mehr als 5000 werden schwer verletzt. Eine von hundert Personen kommt im Strassenverkehr zu Tode, eine von zehn wird in ihrem Leben durchschnittlich einmal schwer verletzt. Das Risiko ist enorm – der Bundesrat will dies nicht einfach hinnehmen und beabsichtigt deshalb, die Zahl der im Strassenverkehr Getöteten und Schwerverletzten gegenüber dem Stand von 2000 bis ins Jahr 2010 zu halbieren.
Auf der Grundlage der bisherigen Analysen (Vesipo-Bericht), hat er daher einen partizipativen Prozess eingeleitet und alle an der Strassenverkehrs-Sicherheit interessierten Gremien eingeladen, am Bericht Via Sicura zu arbeiten. Rund 80 Experten aus Fachorganisationen, Interessenverbänden, Kantons- und Gemeindebehörden, Wirtschaft und Politik haben an dessen Erstellung mitgewirkt.
Mehr Sicherheit auf Strassen ist machbar – die «Via» kann «sicura» sein – heisst es im 2005 erschienenen Bericht . Um das Halbierungsziel zu erreichen, braucht es weiter gehende Bemühungen als bisher und vor allem ein breites Umdenken in der Bevölkerung hinsichtlich der Strassenverkehrssicherheit. Das Handlungsprogramm Via Sicura zeigt auf, wie das Ziel erreicht werden kann. Es entstand ein wirkungsvolles und umsetzbares Bündel von Massnahmen, das gleichzeitig eine breite Akzeptanz verspricht.
Sicherheit gibt es indessen nicht zum Nulltarif. Mit den Policeprämien soll in die vorgeschlagenen Massnahmen investiert werden, und die Früchte werden später als Einsparungen bei den heute hohen Unfallkosten zu ernten sein. Die Einsparungen werden die getätigten Investitionen übersteigen, so dass sich das Handlungsprogramm aus volkswirtschaftlicher Sicht rechtfertigt und bei allen Strassennutzenden vorteilhaft auswirken wird. Es liegt am Bundesrat und am Parlament, die notwendigen Entscheide über die Realisierung der neuen Strassenverkehrs-Sicherheitspolitik zu treffen.