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07.04.2009 
Die Landstrasse ist die gefährlichste Strasse 
Die bfu veröffentlicht ihre Studie zur Sicherheit auf Ausserortsstrassen

Über die Hälfte der im Strassenverkehr Getöteten verlieren ihr Leben auf Ausser­ortsstrassen – also mehr als auf Autobahnen und innerorts zusammen. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung hat in einer umfassenden Studie die Sicherheit im Ausserortsverkehr analysiert und daraus Massnahmen abgeleitet, um die Landstrassen sicherer zu machen.

 

Zwar lässt sich in Hinblick auf die tödlich Verunfallten in den letzten 16 Jahren eine positive Entwick­lung feststellen: Starben 1992 bei Unfällen auf Ausserortsstrassen noch 453 Personen, betrug im Jahr 2007 die Anzahl der Todesopfer 196. Dennoch bleibt die Tatsache, dass im Durchschnitt pro Jahr 53% aller auf Schweizer Strassen getöteten Personen ihr Leben auf Ausserortsstrassen verlieren.

 

In einer interdisziplinär angelegten Studie hat die bfu, das Schweizer Kompetenzzentrum für Un­fallprävention, die Situation auf dem Ausserortsstrassennetz – gemäss Berechnungen der bfu er­streckt es sich auf ca. 34 000 km – umfassend untersucht. Dabei wurde das polizeilich registrierte Unfallgeschehen im Hinblick auf die Verletzungsschwere ausgewertet. Insgesamt wurden rund 190 000 Fälle mit 2500 getöteten Personen analysiert.

 

Als häufigste Unfalltypen identifiziert die Studie Kollisionen mit entgegenkommenden Fahrzeugen bzw. mit festen Hindernissen ausserhalb der Fahrbahn, insbesondere Bäumen. Zu den Faktoren, die die Verletzungsschwere beeinflussen, gehören nebst den bekannten wie Alkohol am Steuer, hohe Geschwindigkeit und Nichtbenutzen von Sicherheitsgurten beispielsweise auch die Art des gefahrenen Fahrzeugs oder der Strassenzustand.

 

Von den Ergebnissen der Untersuchung leitet die Studie eine Reihe von Massnahmen ab, die geeig­net sind, das Unfallrisiko auf Ausserortsstrassen zu reduzieren sowie die Verletzungsschwere von Unfallopfern zu verringern. Dazu gehören bekannte Forderungen der bfu, so etwa ein Alkoholverbot für Neulenker oder vermehrte Polizeikontrollen, aber auch neue Massnahmen wie zum Beispiel die stärkere Förderung von Personenwagen mit elektronischer Stabilitätskontrolle, eine vermehrte bauliche Trennung der Fahrtrichtungen auf stark befahrenen Strassen sowie die Entfernung oder Absicherung von Hindernissen, die zu nahe am Strassenrand stehen. Die bfu empfiehlt zudem, auf nachweislich gefährlichen Strecken – etwa bei problematischen Gefällstrecken – die Geschwindig­keitslimite abschnittsweise herabzusetzen.

 

Die Studie «Sicherheit auf Ausserortsstrassen» (bfu-Report Nr. 61) herunterladen:

Zusammenfassung (Forschungsnews)

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