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01.09.2009 
11 Prozent weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr 2009 
bfu registriert 148 Getötete auf Schweizer Strassen

Im ersten Halbjahr 2009 haben sowohl die Anzahl der Getöteten (148 / minus 11 Prozent) als auch der Schwerverletzten (2002 / minus 13 Prozent) auf Schweizer Strassen abgenommen. Dies ergab die halbjährliche Erhebung der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung bei den kantonalen Polizeistellen.

 

Tabelle 1

Getötete im Strassenverkehr, 1. Halbjahr (Januar-Juni), 2003–2009

 

BFS-Statistik

bfu-Umfrage

Halbjahreszahlen

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2009 vs. 2008

Personenwagen

  129

  115

  83

  70

  72

  81

  62

-23%

Motorrad

  43

  43

  30

  32

  35

  39

  30

-23%

Fahrrad

  27

  21

  21

  17

  12

  11

  24

118%

Fussgänger

  41

  45

  24

  26

  31

  23

  24

4%

Andere

  15

  10

  26

  13

  14

  13

  8

-38%

Total

  255

  234

  184

  158

  164

  167

  148

-11%

mögl. Geschw.einfluss

  97

  100

  91

  65

  58

  76

  42

-45%

mögl. Alkoholeinfluss

  46

  52

  32

  31

  20

  27

  26

-4%

Quelle: BFS/kantonale Polizeibehörden

 

 

 

 

 

© bfu, 2009

 

Tabelle 2

Schwerverletzte im Strassenverkehr, 1. Halbjahr (Januar bis Juni), 2003–2009

 

BFS-Statistik

bfu-Umfrage

Halbjahreszahlen

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2009 vs. 2008

Personenwagen

 1 159

 1 073

  837

  830

  794

  833

  641

-23%

Motorrad

  738

  696

  680

  647

  721

  602

  579

-4%

Fahrrad

  461

  419

  383

  355

  377

  380

  366

-4%

Fussgänger

  351

  359

  355

  339

  382

  322

  295

-8%

Andere

  215

  197

  165

  140

  191

  169

  121

-28%

Total

 2 924

 2 744

 2 420

 2 311

 2 465

 2 306

 2 002

-13%

mögl. Geschw.einfluss

  739

  714

  629

  615

  569

  528

  496

-6%

mögl. Alkoholeinfluss

  404

  365

  282

  331

  354

  323

  258

-20%

Quelle: BFS/kantonale Polizeibehörden

 

 

 

 

 

© bfu, 2009

Die bfu ist über die rückläufigen Zahlen bei den schweren Unfällen sehr erfreut. Besonders positiv ist die Entwicklung bei den Personenwagen, wo die Anzahl der Schwerverletzten wie auch der Getöteten um jeweils 23 Prozent zurückgegangen ist. Mit den aktuellen Zahlen bestätigt sich bei den Schwerverletzten ein Trend: Nach jahrelanger Stagnation nehmen die Zahlen seit 2007 ab – eine erfreuliche Tatsache, denn die Lebensqualität dieser Verkehrsopfer ist häufig markant und längerfristig beeinträchtigt. In jedem fünften Fall führt der schwere Unfall gar zu Invalidität. Bemerkenswert ist darüber hinaus der starke Rückgang bei den geschwindigkeits- und alkoholbedingten Unfällen.

Kurzfristige Veränderungen im Unfallgeschehen sind nicht einfach zu interpretieren. Einen möglichen Faktor, der zur postiven Entwicklung beigetragen haben dürfte, sieht die bfu in den Witterungs- und Strassenverhältnissen. Im schneereichen Winter 2008/09 waren die Schweizer Strassen überdurchschnittlich lange schwer befahrbar. Dieser Umstand führt erfahrungsgemäss dazu, dass die Autofahrer langsamer und vorsichtiger fahren. Ausserdem sind bei solchen Verhältnissen weniger Motorräder unterwegs, was den starken Rückgang insbesondere der getöteten Motorradfahrer erklären könnte.

Ein weiterer Grund für die rückläufige Tendenz bei den Verkehrsunfallopfern dürfte darin liegen, dass die systematischen, vermehrt auch gesamtschweizerisch koordinierten repressiven und präventiven Massnahmen der Verkehrspolizei nachhaltig zu greifen beginnen.

Zudem trägt die Tatsache, dass seit einigen Jahren immer mehr Autos serienmässig mit Fahrerassistenzsystemen (FAS) ausgerüstet werden (wie z.B. Antiblockierystem ABS, Elektronische Stabilitätskontrolle ESC), ebenfalls zum anhaltend positiven Trend bei den Personenwagenunfällen bei. Die bfu als Kompetenzzentrum für Unfallprävention arbeitet gemeinsam mit der Stiftung für Prävention der AXA im Rahmen einer dreijährigen Kampagne darauf hin, die Bekanntheit der FAS in der Öffentlichkeit zu erhöhen und ihre Verbreitung zu fördern.

Hinweis: Die Unfallsituation der einzelnen – insbesondere kleinen – Kantone kann sich von der gesamtschweizerischen unterscheiden.

 
  
 


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