Mit der Auszeichnung «Engagierte Gemeinde» würdigt die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung Ortschaften, die sich mit besonderen Leistungen für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen. Diesjährige Preisträgerin ist Entlebuch im Kanton Luzern. Mit ihrem Konzept «Sicherheit mit System» zur Verhinderung von Unfällen und Krankheiten hat sie die Jury überzeugt. Die offizielle Preisübergabe fand heute Dienstag statt.
«Nicht nur das gesetzliche Minimum für die Sicherheit zu tun, sondern zum Wohl der Bevölkerung einen Schritt weiter zu gehen» sei mutig, betonte bfu-Direktorin Brigitte Buhmann in ihrer Laudatio. Dies gelte besonders für eine Landgemeinde, die mit ihren Finanzen haushälterisch umgehen müsse. Mit Freude und Dankbarkeit übergab sie daher im Namen der Jury dem Gemeindepräsidenten Hansruedi Lipp den diesjährigen bfu-Sicherheitspreis «Engagierte Gemeinde». Sie würdigte so das beispielhafte systematische Vorgehen im Dienste der Arbeits- und Freizeitsicherheit sowie des Gesundheitsschutzes. «Entlebuch ist nicht am Ende des Prozesses für eine kontinuierliche Erhöhung der Sicherheit, sondern am Anfang», betonte Brigitte Buhmann. Der Preis soll auch ein Ansporn sein, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Ausserdem sei zu hoffen, dass er andere Gemeinden dazu animieren werde, ebenfalls den Schritt zu wagen, «sich die Erhöhung der Sicherheit und damit die Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung auf die Fahnen zu schreiben».
Das Engagement, für das Entlebuch heute ausgezeichnet wurde, hat bereits erste Früchte getragen. So diente das Sicherheitskonzept etwa als Grundlage und Wegweiser für die Sanierung des Spielplatzes der Schulanlage Bodenmatt. Maria Luisa Zürcher, stellvertretende Direktorin des Schweizerischen Gemeindeverbandes, unterstrich die Bedeutung von kinderfreundlichen und sicheren Spielplätzen für die Standortattraktivität einer Ortschaft: «Durch die Aufwertung des Kinderspielplatzes trägt die Gemeinde schliesslich dazu bei, dass sich die Bevölkerung und vor allem die Kinder leichter mit ihrem Wohnort identifizieren können.» Robert Vogel, Gemeindeammann von Entlebuch, machte deutlich, dass die Sanierung des Kinderspielplatzes Bodenmatt eine erste, wichtige Etappe bei der «kontinuierlichen, den Dringlichkeiten angepassten Umsetzung weiterer Sicherheitsmassnahmen» gewesen sei.
Der Förderpreis für Sicherheit und Unfallverhütung in Gemeinden wurde von der bfu 1998 anlässlich ihres 60-Jahr-Jubiläums geschaffen und ist – unter dem Patronat des Schweizerischen Gemeindeverbandes und des Schweizerischen Städteverbandes – mit 15 000 Franken dotiert. Er wird alle zwei Jahre an politische Gemeinden verliehen, die sich durch aussergewöhnliche Anstrengungen um die Verbesserung der Sicherheit in Strassenverkehr, Sport und Freizeit verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger sind Meggen LU, Lavertezzo TI, Genf, Bösingen FR, Lyss BE, Zollikon ZH und Schaan FL.
2009 verlieh die bfu zudem drei Ortschaften eine Anerkennungsurkunde für die Bemühungen zur Unfallverhütung: Bernex GE, Erlinsbach AG und Triesen FL.