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24.08.2010 
Gleich viele Verkehrstote wie im ersten Halbjahr 2009 
bfu registriert 151 Getötete auf Schweizer Strassen

Im ersten Halbjahr 2010 hat die Zahl der Schwerverletzten auf Schweizer Strassen gegenüber demselben Zeitraum des vergangenen Jahres erneut abgenommen (1815 / minus 15 Prozent). Die Zahl der Getöteten blieb mit 151 auf dem tiefen Niveau des ersten Halbjahres 2009. Dies ergab die halbjährliche Erhebung der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung bei den kantonalen Polizeistellen.

 

Tabelle 1

Getötete im Strassenverkehr, 1. Halbjahr (Januar-Juni), 2003–2010

 

BFS-Statistik

bfu-Umfrage

Halbjahreszahlen

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2010 vs. 2009

Personenwagen

  129

  115

  83

  70

  72

  81

  61

  59

-3%

Motorrad

  43

  43

  30

  32

  35

  39

  32

  29

-9%

Fahrrad

  27

  21

  21

  17

  12

  11

  25

  20

-20%

Fussgänger

  41

  45

  24

  26

  31

  23

  24

  29

21%

Andere

  15

  10

  26

  13

  14

  13

  9

  14

56%

Total

  255

  234

  184

  158

  164

  167

  151

  151

0%

mögl. Geschw.einfluss

  97

  100

  91

  65

  58

  76

  45

  56

24%

mögl. Alkoholeinfluss

  46

  52

  32

  31

  20

  27

  28

  27

-4%

Quelle: BFS/kantonale Polizeibehörden

 

 

 

 

 

 

© bfu, 2010

 

Tabelle 2

Schwerverletzte im Strassenverkehr, 1. Halbjahr (Januar-Juni), 2003–2010

 

BFS-Statistik

bfu-Umfrage

Halbjahreszahlen

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2010 vs. 2009

Personenwagen

 1 159

 1 073

  837

  830

  794

  833

  682

  583

-15%

Motorrad

  738

  696

  680

  647

  721

  602

  644

  503

-22%

Fahrrad

  461

  419

  383

  355

  377

  380

  376

  330

-12%

Fussgänger

  351

  359

  355

  339

  382

  322

  311

  260

-16%

Andere

  215

  197

  165

  140

  191

  169

  114

  139

22%

Total

 2 924

 2 744

 2 420

 2 311

 2 465

 2 306

 2 127

 1 815

-15%

mögl. Geschw.einfluss

  739

  714

  629

  615

  569

  528

  531

  451

-15%

mögl. Alkoholeinfluss

  404

  365

  282

  331

  354

  323

  304

  236

-22%

Quelle: BFS/kantonale Polizeibehörden

 

 

 

 

 

 

© bfu, 2010

 

 

Die bfu ist über die insgesamt rückläufigen Zahlen bei den schweren Unfällen erfreut. Mit den aktuellen Zahlen bestätigt sich bei den Schwerverletzten ein Trend: Nach jahrelanger Stagnation nehmen die Zahlen seit 2007 ab – eine erfreuliche Tatsache, denn die Lebensqualität dieser Verkehrsopfer ist häufig markant und längerfristig beeinträchtigt. In jedem fünften Fall führt der schwere Unfall gar zu Invalidität. Positiv ist die Entwicklung bei den Personenwagen, wo die Anzahl der Schwerverletzten um 15 Prozent zurückgegangen ist. Auch bei der Zahl getöteter Personenwageninsassen ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Mit 59 tödlich Verunglückten wurde im ersten Halbjahr 2010 der tiefste Wert überhaupt erreicht, seit die bfu die Halbjahreszahlen erhebt (im Vergleich: im ersten Halbjahr 2003 verloren noch 129 PW-Insassen im Strassenverkehr ihr Leben). Ermutigend sind auch die Zahlen bei den Motorradfahrern, die sowohl bei den Schwerverletzten (-22% gegenüber 2009) als auch bei den Getöteten (-9%) einen Rückgang anzeigen. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Tendenz bis zum Saisonende bestätigt.

 

Bei den Fahrradfahrern ist ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen, sowohl bei der Zahl Schwerverletzter wie bei den Getöteten. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit 20 tödlich Verletzten bei diesen Verkehrsteilnehmern der zweithöchste Wert der letzten fünf Jahre erreicht wurde. Bei den Fussgängern hingegen hat die Zahl der Getöteten sogar zugenommen, wobei auch hier die Zahl der Schwerverletzten dem allgemeinen Trend folgt und zurückgeht.

 

Die Zahlen machen deutlich: Während die Insassen von Personenwagen immer seltener bei einem Verkehrsunfall getötet werden, sieht die Situation bei den schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Fussgängern und Fahrradfahrern weit weniger erfreulich aus. Die Sicherheit auf Schweizer Strassen muss deshalb dringend weiter verbessert werden. Dieses Ziel verfolgt das Handlungsprogramm «Via Sicura», das voraussichtlich 2011 in den Eidgenössischen Räten behandelt wird.

 

Hinweis: Die Unfallsituation der einzelnen – insbesondere kleinen – Kantone kann sich von der gesamt-schweizerischen unterscheiden.

 
  
 


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